Teil der klassischen Kinderheilkunde sind die U-Untersuchungen, die an bestimmte Lebensphasen der Heranwachsenden gekoppelt sind.
Die Logik eines vorsorgenden Ansatzes ist überzeugend. Die Erfahrungen mit der osteopathischen Behandlung von Kindern, waren die entscheidende Anregung ein vergleichbares und ergänzendes Angebot zu entwickeln, die O-Untersuchungen.
Diese osteopathische Regeluntersuchung ist in fünf Stufen gegliedert. Sie trägt dazu bei, dass die Entwicklungsphasen vom Neugeborenen bis in die Pubertät ohne Beeinträchtigungen durchlaufen werden.
In Nordamerika und Großbritannien ist die osteopathische Früherkennung bereits ein etablierter Bestandteil der medizinischen Vorversorgung von Kindern, in Deutschland werden erst seit kurzer Zeit erste Schritte getan. Ziel ist, die O-Untersuchungen in der Versorgung von Neugeborenen und Kindern fest zu verankern.
Grundlage der O-Untersuchungen ist der ganzheitliche Befund – genau wie bei der osteopahtischen Therapie von Erwachsenen.
Die Vorsorge beginnt kurz nach der Geburt, da auch für die Säuglinge die Entbindung ein großer Schritt ist. Selbst bei problemlosen Geburten können die Wirbelsäule, das Becken und der Brustkorb des Babies stark belastet werden.
Diese Beeinträchtigungen können sich auch auf die inneren Organe und das cranio-sakrale System auswirken – und somit auch auf die Neurophysiologie und den Gesamtorganismus. Erkennt die Osteopathin daraus resultierende Funktionsstörungen, wie etwa das KIS-Syndrom oder die Drei-Monats-Koliken, kann sie früh etwas dagegen unternehmen. Die Therapie trägt häufig dazu bei, dass die Babies ruhiger sind, weniger weinen und besser schlafen.
Auf diese Weise kann möglichen Folgeproblemen der Funktionsstörungen, wie beispielsweise Sprach- und Lernstörungen oder Hyperaktivität vorbeugend entgegengewirkt werden.
Die O-Untersuchungen sind an fünf Entwicklungsstufen gekoppelt.
Frank Schröter D.O.® M.R.O.® ist Mitglied im Verband der Osteopathen Deutschland e.V.
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